Donnerstag, 22. November 2012

Neunundzwanzig



Septum is drin, ich bin den 4. Tag schon nicht in der Schule, mir gehts zum kotzen, aber man lebt. 

Manchmal wünschte ich, wenn ich sage ''Mir gehts gut'', dass mich jemand in den Arm nimmt und fragt, was wirklich los ist. 
Siehst du auch dieses Mädchen, dass blutverschmiert in der Dusche liegt? 
Du bist wie sie. 
Was ist passiert? Dein Leben war richtig perfekt. 
Doch dann kam der Moment, in dem du gemerkt hast, das nicht alles echt ist. 
Liebe, Freunde, Hass und Verrat und wie oft kannst du deswegen Nachts nicht schlafen?
Tiefe  Depression, du siehst den Tod im Schatten warten. 
Blut an der Klinge. Sie haben dein Herz wie Papier zerrissen, aber die Schmerzen sitzen so tief, so weit kannst du niemals ritzen. 
Niemand sieht, was du siehst, weil du eine Maske trägst. 
Der Hass tötet dich langsam und keiner außer dir kann das verstehen. 
Einsam und verlassen gehst du weiter in die Dunkelheit.
Ein stummer Hilfeschrei und merkst du, wie die alles weiter nach unten reißt?
Du weißt du bist alleine. Scheiße! Jeden Tag nur Kummer. Die Klinge fällt ins Waschbecken, das Blut läuft an deinen Armen herunter. 
Ja, eine Träne sagt mehr als tausend Worte, doch glaub mir..
Ein Schnitt mit der Klinge sagt noch mehr als tausend Tränen. 
Du hörst gar nicht mehr auf zu zittern, weil du dir damit die ganzen Unterarme aufgeritzt hast. 
Einen kurzen Augenblick, dann kannst du alles vergessen. Doch die Vergangenheit holt dich ein. 
Sie lässt sich nicht einfach so löschen. 
Du zeigst keine Gefühle, doch wenn man genau hinschaut, sieht man, auf Fotos spiegeln deine Augen unendliche Traurigkeit wieder. 
Mann ich seh dass du nicht mehr dieses Leuchten in den Augen hast.
Verliert man was man liebt, schluckt man nicht einfach,  man schluckt Tausendfach. 
Jede Nacht weinst du, aus purer Verzweiflung. 
Nichts ist wie es war und seit Stunden suchst du nur einen Grund, für den es sich lohnen würde 
nicht zu sterben.
Vertraue keinem, denn irgendwann lassen sie dich alle fallen. 
Du gehst auf die Knie.
Deine Gedanken drehen sich um den Moment, wo du ne Scherbe an dein Handgelenk ansetzt. 
Ein tiefer Schnitt. Blut fließt, du schließt die Augen ganz fest. 

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