Sonntag, 20. Januar 2013

Einundsechzig

Achtung !!! Triggergefahr !!!

Da draußen ist es Nacht. Langsam kommt die Kälte an dich heran. 
Atmest tief ein und aus.
Hast Angst. Angst, vor dem, was noch kommt. 
Du fühlst dich alleine und schaust dich noch einmal um. 
Alles leer. Du bist ganz alleine.
Du spürst langsam wie deine Zeit kommt und Tränen aufsteigen.
Du willst das alles nicht tun.
Weißt aber sonst nicht wie du damit fertig wirst.
Du verkriechst dich in eine Ecke, fern ab von jedem menschlichen Wesen. 
Weit weg von allem Guten.
Du willst befreit werden. Endlich nicht mehr leiden.


Die Scherben gebrochener Herzen schneiden tiefer als die schärfste Klinge.

Wie sie da in aller Pracht liegt. Ruhig und glanzvoll. 
Du zögerst und doch nimmst du sie in die Hand. Du spürst ihre kälte.
Du merkst langsam, wie dich alle guten Hoffnungen verlassen. Dir die Liebe langsam entzogen wird.
Du willst nicht länger warten. Du hast versucht zu reden, doch keiner hat dir zugehört.
Also tust du diesen Schritt. Langsam legst du deinen blassen, tauben Arm nieder. 
Eine rote Flüssigkeit breitet sich über deinem Arm aus. Du fühlst langsam wieder Befreiung.
So legst du wieder an, fährst noch einmal mit Kraft durch. Langsam kommt mehr und mehr Blut.
Dein Instinkt sagt dir, du solltest es dir verbieten, doch du meinst es besser zu wissen.
Es gibt keinen Ausweg mehr. Sie haben deinen letzten Schrei überhört.
So wird alles enden.
Langsam fallen dir die Augen zu. 
Du versuchst noch einmal zu schreien, doch du verstummst dabei. 
Die Stimme in deinem Kopf summt leise eine Melodie.
Alles verstummt um dich und du siehst langsam Licht aufsteigen. Dein neues Leben erwartet dich.


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